Immer Vorwärts Rapid Wien!

Ein frohes neues Jahr allen Rapidfans, Freunden und Brüdern.

Auch wenn der Start der Bundesliga noch gut ein Monat dauert (12.2. in Wr. Neustadt) gibt es in der Vorbereitung das eine oder andere Spiel:

Rapid Wien – Wiener Sportclub
14.1.2012, 14:00 Uhr, Hanappi-Stadion

Rapid Wien – FAC
21.1.2012, 14:00 Uhr, Hanappi-Stadion

Danach bestreitet unsere Mannschaft im Trainingslager in Portugal einige Spiele im Rahmen des Atlantic Cup 2012. Mehr Infos dazu hier: www.theatlanticcup.eu

Auf ein erfolgreiches Jahr 2012! Immer Vorwärts Rapid Wien!

In Gedanken bei André

Am vergangenen Samstag hat sich am Kölner Hauptbahnhof ein tragischer Vorfall mit einem Nürnberger Fan ereignet. Da die Berichte der Presse zum großen Teil Vorurteile und Pauschalisierungen enthalten haben wir einige Stellungnahmen gesammelt:

http://bda.blogsport.de/2011/11/21/in-gedanken-bei-dir/
http://www.fcn.de/news/artikel/zu-sachlichkeit-zurueckkehren/
http://yabasta.blogsport.de/2011/11/20/niederlage-auf-schalke/
http://www.rot-schwarze-hilfe.de/index.php?option=com_content&view=article&id=242:diffamierende-berichterstattung&catid=45:info&Itemid=53

No surrender André! Nürnberg & Wien

Neues von UWS!

Rapidler,

seit unserem letzten Update ist einiges an Zeit vergangen. Das heißt aber nicht, dass nichts passiert ist und wir untätig gewesen wären. Wie Ihr alle wisst, haben die aktiven Gruppen des Block West und der Ostkurve begonnen, den Support für den SK Rapid langsam wieder aufzunehmen. Die Umstände bewirken aber, dass diese unsere Unterstützung noch lange nicht das Ausmaß und die Intensität der Zeit vor den Vorfällen des 22.05.2011 erreicht hat. Das sportliche Tief, der nach wie vor repressive Druck auf die Fanszene und die tristen Zukunftsaussichten tragen hier Ihr Übriges dazu bei. Einige Ungereimtheiten seitens des SK Rapid betreffend Hausverboten kommen hinzu.
Trotzdem werden wir in Zukunft noch aktiver werden, denn das zeichnet die Fanszene von Rapid seit jeher aus, denn: “… hat man sein Leben Rapid vermacht, gibt man nicht auf und kämpft Tag und Nacht!”

Hinter den Kulissen tut sich wie gesagt einiges rund um den angeblichen Landfriedensbruch und die leider fast schon 100 (!) Stadionverbote. Wie bekannt gab es einige Wochen nach dem Derby bei fünf Fans Hausdurchsuchungen, gegen die allesamt Beschwerde erhoben wurde. Bis jetzt wurde erst eine Beschwerde bearbeitet. Diese war, man glaubt es kaum, rechtens, auch weil sie einen Forenbetreiber betraf. Die Justiz erhoffte sich nämlich hier einen Beweis für die Planung des Spielabbruchs zu finden. Die anderen Beschwerden wurden bis dato noch nicht bearbeitet. Grundsätzlich hat uns unser Anwalt darüber informiert, dass derzeit ein Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch gegen jene fünf Hausdurchsuchungsopfer läuft.

Von der Hysterie zu Saisonbeginn angesteckt, haben Behörden und Verein eine schnelle Lösung gesucht. Diese bestand darin, dass die Polizei mittels Videoanalyse Personen ausforschte, die am Spielfeld waren. Deren Daten wurden der Bundesliga, anfangs samt Fotos, übermittelt. Immer mit dem Hinweis, dass gegen diese Personen ermittelt werde. Die Liga leitete daraufhin Verfahren ein, und das reichte leider sogar aus, um sofortige Hausverbote von Rapid zu erwirken. Bevor die Liga überhaupt darüber entschieden hatte, ob es nun zu Stadionverboten kommt oder nicht.

Da laut unserem Anwalt derzeit keine Ermittlungen wegen ‘Landfriedensbruch’ stattfinden (man will anscheinend den Westbahnhofprozess abwarten), stellt sich die Frage, wer hier nun weshalb und mit welchem Recht Personen ausforscht und deren Daten weiter gibt. Seitens der Polizei ist unseres Wissens nach in diesem Fall Hr. RI Herbst zuständig. Herr Herbst dürfte leider relativ unvorsichtig und offensichtlich nach Lust und Laune Namen und Daten weitergeben. Bei der Polizei glaubt man mittlerweile vermutlich, die Weitergabe von Daten alleine reiche schon für ein Stadionverbot aus. Die Liga ging nach einigen Willkürfällen (Personen waren gar nicht im Stadion) immerhin dazu über, die betroffenen Personen aufzufordern, ihren angeblichen Akt bei der Polizei einzusehen. Das dürfte eigentlich kein Problem darstellen, darf die Weitergabe der Daten an die Liga doch nur im Falle eines laufenden Ermittlungsverfahrens (zu dem auch ein Akt vorliegen muss) stattfinden. Die darin enthaltenen, angeblich ausreichenden Beweise für ein Stadionverbot sollten die Betroffenen dann der Liga melden.
Die Polizei ist sich nach Rückfrage allerdings nicht ganz sicher, wo man den Akt einsehen kann, und auch nicht, ob man ihn überhaupt einsehen kann. Die Auskünfte lauten entweder schlicht “geht nicht”, oder “vielleicht bei Hrn. Herbst” bzw. “nur beim Staatsanwalt”. Selbst unser Anwalt hat den Akt bis dato nicht bekommen, da er angeblich ‘verborgt’ sei. Interessant, fragt sich nur, wie es ein einzelner Fan und Bürger bewerkstelligen soll von seinem Recht Gebrauch zu machen, wenn nicht einmal ein Anwalt den Akt zu sehen bekommt.
Ein weiteres Kuriosum ist, dass eine Ermittlung wegen Landfriedensbruchs an sich noch kein Stadionverbot rechtfertigt. Das Betreten des Spielfeldes wäre ein Grund. Es bekamen und bekommen aber etliche Leute nur aufgrund der Datenübermittlung Stadionverbot, obwohl die Polizei keine Beweise für ein Betreten des Spielfeldes mehr vorlegt.

Irritierend ist auch die Information unseres Anwaltes, dass eigentlich nur gegen genau fünf Personen ermittelt wird. Wie kommt es dann also zu den Briefen der Polizei an die Liga, wonach gegen jeden der bisher knapp 100 Personen wegen Landfriedensbruch ermittelt wird?
Eine weitere Frage ist, wie man mit Stadionverboten umgeht, nachdem (angebliche) Ermittlungen gegen Einzelne wieder eingestellt werden (und die Ermittlung ja anscheinend den einzige Grund für das Stadionverbot darstellt)? Was die Lage noch dubioser erscheinen lässt ist, dass derzeit sogar im BMI geprüft wird, ob die Datenweitergabe überhaupt rechtlich gedeckt war/ist. Was, wenn hier aus Panik einfach vorschnell gehandelt wurde?

Wie man sieht, wird die Causa rechtlich immer unklarer. Speziell deshalb möchten wir uns nochmals bei all unseren Spendern bedanken! Ohne euch könnten wir uns den hier unbedingt nötigen Rechtsbeistand nicht leisten. Vermutlich wurde bzw. wird auch darauf spekuliert, dass wir uns gegen diese offensichtliche Willkür nicht wehren können. Und wie wir das tun!

Bleibt am Ball, in Kürze gibt es die ersten Entscheidungen, wir werden Euch informieren!

UNITED WE STAND !

Stellungnahme der aktiven Hütteldorfer Fanszene zum Derby

In unserem letzten Informationsblatt haben wir euch über die konstruktiven Gespräche mit der Vereinsführung berichtet. Die Geschehnisse vom 22. Mai und danach wurden gemeinsam aufgearbeitet um die zukünftige Fanarbeit des SK Rapid zu diskutieren.

Mit der Richtigstellung gewisser unglücklicher Formulierungen und einem klaren Bekenntnis zu unserer Fankultur, die der SK Rapid vor einigen Wochen auf seiner Homepage veröffentlichte wurde die Basis für einen weiteren gemeinsamen Weg geebnet. Am 17. August fand nun ein weiteres, wieder sehr gutes Gespräch statt, über dessen Ergebnis wir euch jetzt informieren wollen:

  • Weitergaberecht der Abos auf West- und Osttribüne: Ab dem nächsten Heimspiel wird es die Möglichkeit geben, sein Abo personalisiert weiterzugeben. Die Daten des Aboleihers müssen angegeben werden. Wie uns der Verein bereits zugesichert hat, wird es hierfür bis zur Winterpause eine Übergangslösung geben, danach soll die registrierte Weitergabe unter Zuhilfenahme eines modernen Computersystems weiter vereinfacht werden. Details wie dieses Prozedere ausschauen wird, werden vom Verein noch bekannt gegeben, sobald die technischen Details geklärt sind.
  • Der SK Rapid hat auch verlautbart, dass das Mannschaftstraining an drei Tagen der Woche (in der Regel Montag bis Mittwoch) wieder öffentlich zugänglich sein wird. Dass zwei Tage vor den Spielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert wird, hat ausschließlich sportliche Gründe. Das öffentliche Training war kein Punkt unserer Verhandlungen. Dieses Entgegenkommen zeigt aber doch, dass der SK Rapid weiterhin der offene Verein sein will, der er bisher war.
  • Eine große Diskussion löste das Verbot des permanenten Stehens auf der Nordtribüne aus, welches in den neuen Aboverträgen verankert wurde und in den ersten Spielen gegen Hoffenheim und Valencia auch exekutiert wurde. Im ersten Meisterschaftsheimspiel gegen Ried wurde diese Vorgabe nicht mehr so streng durchgesetzt. Es wird hier also nichts so heiß gegessen wie es gekocht wurde. Der SK Rapid wird eine Lösung erarbeiten und umsetzen, die alle Besucher der Nord zufrieden stellen wird.
  • Auch die Schließung des UR Kammerl wurde leider in den Maßnahmenkatalog aufgenommen, den der SK Rapid Mitte Juni präsentierte. Das Kammerl wird auch in Zukunft nicht mehr als Lagerraum verwendet werden und somit vor den Spielen nicht geöffnet sein. Dies wird von uns auch so gewünscht, da wir uns zu erwartende Durchsuchungen und Schikanierungen seitens der Polizei ersparen wollen. Es ist uns aber sehr wichtig, dass es nach dem Match wieder einen sozialen Treffpunkt der aktiven Szene geben wird, so wie wir es bisher gewohnt waren. Auch hier werden wir in absehbarer Zeit eine Lösung parat haben.
  • Ganz heiß diskutiert sind natürlich die Derbys im Prater, die der SK Rapid, ohne dass es von der Exekutive vorgegeben wurde, aus Hütteldorf verlegte. Diesbezüglich werden wir nach dem Derby weitere Gespräche führen, wir wollen ein klares Bekenntnis zu Hütteldorf von der Vereinsführung.

Die aktive Szene wird beim heutigen Derby wie bisher nicht aktiv supporten. Dieser Schritt fällt uns gerade weil es sich um ein Derby handelt immens schwer und tut uns in unserem grün-weißen Herzen weh. Wir stoßen uns dabei nicht am Standort Happelstadion an sich, in dem der SK Rapid schon große Erfolge feierte und wir in den letzten Europacupsaisonen einen nicht für möglich gehaltenen Stimmungspegel erzeugten. Aber Rapid gehört nach Hütteldorf. Da die Verlegung des Derbys seitens des SK Rapid ohne Vorgabe der Polizei in den Maßnahmenkatalog aufgenommen wurde und somit eine reine Strafmaßnahme darstellt gibt es von uns auch heute keinen aktiven Support. Wir bitten Euch, diese Entscheidung im besten Falle zu verstehen und zu akzeptieren, im schlechtesten Falle aber zumindest zu respektieren. Wir weisen nochmals daraufhin, dass wir niemanden vom Support abhalten wollen. In den letzten Monaten ist in der Hütteldorfer Fanszene so viel zu Bruch gegangen, dass es langsam an der Zeit ist die aufgeworfenen Gräben wieder zu schließen.

Wir werden aufgrund der positiven Gespräche mit der Vereinsführung und den bisherigen Einigungen an Lösungen arbeiten, welchen Weg die aktive Fanszene in nächster Zeit gehen wird und in welcher Form wir den Verein zurzeit unterstützen können. Wir werden aber auch in Zukunft Fehlentwicklungen in und um unseren geliebten Verein aufzeigen und uns entschlossen gegen die eingesetzte Kriminalisierung von Fußballfans wehren.

www.unitedwestand.at

Stellungnahme der vereinten Hütteldorfer Fanszene zum Saisonstart!

In den letzten Jahren lief vieles für den SK Rapid nicht so, wie wir Rapidler das uns alle gewünscht hätten. Gewiss, es gab auch einige Erfolge (Meistertitel, Europacup, Budgetkonsolidierung, Zuschauerzuwachs…) und wir durften manch wunderschönen Moment erleben. Betrachtet man die Entwicklungen jedoch ohne grün-weiße Brille, so steht fest, dass wir sowohl auf dem Rasen, als auch abseits davon weit unter unseren Möglichkeiten geblieben sind.

Nur 3 errungene Meistertitel innerhalb der letzten 23 Jahre, nur 4 der letzten 10 Saisonen unter den Top 3 der Liga, einmal sogar kurz Tabellenletzter, ein negatives Novum der Vereinsgeschichte. Diese Zahlen sprechen leider eine mehr als deutliche Sprache. Außerdem fehlen nach wie vor dringend notwendige Weichenstellungen für die Zukunft (Stadionum- bzw. ausbau, Nachwuchsakademie usw.); von Visionen für eine auch europäisch erfolgreiche Rapid des 21. Jh. ganz zu schweigen.

Hohes Zuschauerwachstum, mehr Mitglieder, noch mehr Abonnenten, eine Vervielfachung der Sympathisanten: das alles ist auch Resultat der guten Teamarbeit zwischen Verein und organisierten Fans. Dass der SCR – ausgenommen Karten- und Fanartikelverkauf – daraus kaum Kapital schlug, ist großteils auf sein Missmanagement zurückzuführen. Dem höchsten Zuschauerschnitt bei Heimspielen in der EL-Gruppenphase 2009/10 steht eines der kleinsten Budgets aller teilnehmenden Vereine gegenüber. Es scheint, als würde Rapid von einem Netzwerk der Not geleitet, das weder genug Kompetenz noch Weitsicht besitzt, um nachhaltige finanzielle und in weiterer Folge auch sportliche Schritte zu tun.

Vor diesem Hintergrund nahm die jahrelange Achterbahnfahrt der Gefühle vieler Rapidfans beim Derby vom 22. Mai 2011 ein jähes Ende. Bittere Enttäuschung und Wut lösten an jenem Nachmittag eine spontane Protestaktion aus, die unkontrolliert verlief, und eben nur durch jene Leidenschaft zu erklären ist, welche Rapidler seit jeher auszeichnet. Die Platzstürmer sind eben nicht vereinsfremde Hooligans, sondern gehören großteils jenem Personenkreis an, der den SK Rapid teils seit Jahrzehnten überall hin begleitet, und der für die vielgerühmte Stimmung sowie die stets gerne ins öffentliche Bild gerückten Choreographien verantwortlich ist. Während man aber diese sanges- und farbenfrohe Begeisterungsfähigkeit von Rapidfans in den Himmel lobt, wird ihre davon unablösbare Kehrseite verteufelt.

Natürlich stehen auch wir nicht an, den Ablauf des Platzsturms selbstkritisch zu hinterfragen. Das Werfen von pyrotechnischen Gegenständen in den Gästesektor war ein Fehler. Wie auch immer man aber dazu steht, die Reaktionen von Medien, Politik und Verein waren und sind großteils unverhältnismäßig, nicht ziel führend und dienen ausschließlich der Beruhigung einer hysterisierten Öffentlichkeit. Das Krisenmanagement und die Öffentlichkeitsarbeit des SCR haben versagt, was von Vereinsseite auch schon eingestanden wurde.

Die vereinte Hütteldorfer Fanszene spricht sich hiermit entschieden gegen diese kriminalisierende und medienhörige Behandlung von Rapidfans aus. Dass gerade Rapidler sich an der Medienhetze gegen Rapidler beteiligten trifft uns im Herzen. Denn unsere jahrelange Hingabe für den Verein wurde so ausgerechnet von diesem mit Füßen getreten.

“Wir werden alles daran setzen, dass diese Figuren das Hanappi-Stadion nie wieder von innen sehen.” Rudi Edlinger, Präsident (Der Standard, Printausgabe, 23.5.2011)

“Konkret heißts einmal das Geschwür zu entfernen…” Norbert Darabos, Mitglied des Kuratoriums, will den Platzsturm auch strafrechtlich verfolgen lassen (Report, ORF 2, 24.5.2011)

“Es muss Konsequenzen geben […] unser Vorbild ist England […] es braucht ein Stadionverbot für alle Beteiligten, am besten für 300 Jahre.” Renate Brauner, Mitglied des Kuratoriums, schaltet den Generaldirektor für Öffentliche Sicherheit ein, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen (orf.at, 24.5.2011)

Wie diese wenigen Beispiele zeigen, gossen Vereinsverantwortliche leider von Beginn an Öl ins Feuer, das von Medien geschürt, und in weiterer Folge von Politik und Exekutive aufgenommen wurde. Mitunter dadurch konnte es sogar soweit kommen, dass Anfang Juni bei fünf Rapidfans Hausdurchsuchungen stattfanden, die das Ziel hatten, vermeintliche Beweise für eine Absprache des Platzsturms sicherzustellen.

Was nun das so genannte “Zehn-Punkte-Programm” betrifft, dass der SK Rapid am 14.6.2011 bekanntgab, so stehen die meisten, darin angekündigten Maßnahmen mit dem Platzsturm in keinem Zusammenhang. Es handelt sich dabei größtenteils um Kollektivstrafen, die vor allem unbeteiligte Fans treffen. Das lehnen wir kategorisch ab.

  • Die Abschaffung des Weitergaberechts für Abos bringt große Nachteile für ALLE Abonnenten. Man verwehrt dadurch neuen, jungen Fans den Zugang zu den Fantribünen und gefährdet somit langfristig das, wofür Rapid europaweit berühmt ist: die stimmungsvolle Atmosphäre im Gerhard-Hanappi-Stadion. Wie auch teilweise schon bisher, wird es nach Wegfall des Weitergaberechtes erst recht Spiele geben, bei denen die Fanblöcke trotz verkaufter Abos halbleer bleiben werden. Das Problem harrt seit Jahren seiner Lösung, wird durch diese Maßnahme aber wohl unlösbar werden.
  • Auch die Verlegung aller zukünftigen Derbys ins Happel Stadion lehnen wir ab. Rapid beraubt sich damit selbst und freiwillig seines Heimvorteils. Es entsteht der Eindruck, dass dies nur aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt, zumal auch die Exekutive keine Bedenken gegen den Austragungsort Hanappi-Stadion hat.
  • Wenn nur mehr ein Training pro Woche öffentlich zugänglich ist und das Stadion bei allen anderen Trainingseinheiten geschlossen bleibt, verlässt Rapid den Weg ein „Verein zum Angreifen“ zu sein, und bestraft außerdem vorwiegend Rapidler, die am Platzsturm nicht beteiligt waren.
  • Das “Rapid-Dorf NEU” unter Patronanz des Hauptsponsors ist für uns als kommerzkritische Fans negativ zu bewerten.
  • Das angedachte 10jährige Stadionverbot widerspricht jeglicher Verhältnismäßigkeit und ist in den Durchführungsbestimmungen der Bundesliga auch nicht vorgesehen.
  • Abgesehen vom erwähnten Maßnahmenkatalog ist das Stehverbot auf Nord- und Südtribüne und die damit einhergehende Bevormundung im neuen Abovertrag für uns nicht nachvollziehbar. Das viel zitierte “englische Modell”, welches sich der Verein hier offensichtlich zum Vorbild macht, gilt in England selbst, wo derzeit eine Wiedereinführung von Stehplatzsektoren angedacht wird, bereits als überholt.

Die aktiven Gruppen des Block West und der Ostkurve stellen aufgrund der oben angeführten, vereinsseitigen Aussagen und Maßnahmen den aktiven Support bis auf Weiteres ein. Die Transparente der Gruppen werden auch nicht hängen. Wir werden aber sehr wohl weiterhin bei jedem Spiel anwesend sein, da uns der SCR in guten wie in schlechten Zeiten am Herzen liegt und wir uns nicht durch die aktuelle Situation entmutigen lassen. Wir bitten alle Rapidfans um Verständnis für diese Entscheidung, und wir hoffen, dass unser Protest von möglichst vielen Stadionbesuchern mitgetragen oder zumindest respektiert wird.

Von den Vereinsverantwortlichen fordern wir eine Richtigstellung der oben angeführten Aussagen, die uns pauschal diffamieren und der Kriminalisierung aussetzen. Des Weiteren erwarten wir von der Vereinsführung und auch den Spielern, ihre Reaktionen auf den Platzsturm zu überdenken und dessen auslösende Faktoren zu hinterfragen.

UNITED WE STAND!

www.unitedwestand.at