Block West Saisonabschluss

Information zum Wiener Derby am 18.2.2012

Rapidler,

in den letzten Tagen kristallisierte sich deutlich heraus, dass den österreichischen Medien die Ausschlachtung der Aktivitäten der Hütteldorfer Fanszene wichtiger ist als die seriöse Berichterstattung über die wahren Probleme des Landes und dieser Welt. Anders ist das Aufschaukeln des Themas “Boykott” nicht zu erklären. Es wird versucht einen Keil zwischen die Fans zu treiben und diese in ihrem Zusammenhalt zu schwächen.

Deswegen werden wir an dieser Stelle noch einmal ausführlich unsere Sichtweise darlegen, die schließlich zum wiederholten Aussetzen der organisierten Unterstützung geführt hat.

Nach dem Platzsturm im letzten Sommer erstellte der SK Rapid den allseits bekannten und viel diskutierten 10-Punkte-Plan, um die schäumenden Medien zu beruhigen. Wir möchten jetzt nicht zum x-ten Mal den Maßnahmenkatalog diskutieren, wir konzentrieren uns auf den Punkt “Happel-Stadion”.

Der SK Rapid entschied, die beiden Heimspiele gegen die Austria “bis auf weiteres”, auf jeden Fall aber für die laufende Saison, im Happel-Stadion auszutragen. Aufgrund der erhöhten Sicherheit, wie betont wurde. Nun ist es aber andererseits so, dass selbst die Polizei keine Sicherheitsbedenken hat, was ein Spiel im Hanappi-Stadion angeht. Wir müssen deshalb leider davon ausgehen, dass die Hintergründe der Entscheidung andere waren und der Sicherheitsaspekt nur als Vorwand diente. Glücklicherweise hat der SK Rapid vor einiger Zeit öffentlich gemacht, zusammen mit der Stadt das Hanappi-Stadion zu renovieren. Das ist großartig und in unserem Sinne, auch wenn bis jetzt keine Details bekannt sind.

Von der Angst, die Vereinsführung würde eine dauerhafte Übersiedlung in den Prater anstreben, kann man sich somit wohl getrost lösen. Allerdings sehen wir trotzdem die Gefahr der Überlegung, große Spiele wie das Derby im größeren Happel-Stadion auszutragen, falls das Hanappi ob der Kartennachfrage zu klein wird. Dagegen sprechen wir uns massiv aus und mit dem Derbystreik wollen wir das noch einmal deutlich unterstreichen.

Wir wollen nicht, dass der SK Rapid Meisterschaftsheimspiele in einem anderen Stadion als dem unsrigen in Wien Hütteldorf austrägt! Wir wollen nicht, dass der Heimvorteil in solch wichtigen Spielen freiwillig aufgegeben wird und schon gar nicht wollen wir mit Schein-argumenten für blöd verkauft werden.

Natürlich sind auch wir in einer unglaublichen Zwickmühle, denn es gibt wahrscheinlich nicht viele, denen ein solcher Schritt so schwer fällt und so weh tut wie uns. Wir, die wir immer predigen alles zu geben, die Mannschaft anzutreiben und nicht aufzugeben. Es geht aber um mehr als ein Spiel, in dem nicht organisiert gesungen wird. Es geht um mehr, als ein paar “beleidigte Kleingruppen”, wie es die Medien immer so schön darstellen.

Klar ist hoffentlich, dass wir in der Zeit des Hanappi-Umbaus, in der Rapid die Heimspiele im Prater austragen wird, nicht streiken werden. Ebenso bereuen wir es natürlich nicht, Rapid hier im Europacup angetrieben zu haben. Die Umstände sind in beiden Fällen völlig andere und wir hoffen, somit alle Unklarheiten ausgeräumt zu haben.

Natürlich bitten wir euch, uns auf diesem Weg zu folgen. Wer unsere Entscheidung nicht versteht, soll sie akzeptieren.

ALLE NACH GRAZ!

Ultras Rapid – Tornados Rapid – Lions Rapid – Vatos Locos – Spirits – Lords Rapid – Sektion Meidling – Grüne Front

Immer Vorwärts Rapid Wien!

Ein frohes neues Jahr allen Rapidfans, Freunden und Brüdern.

Auch wenn der Start der Bundesliga noch gut ein Monat dauert (12.2. in Wr. Neustadt) gibt es in der Vorbereitung das eine oder andere Spiel:

Rapid Wien – Wiener Sportclub
14.1.2012, 14:00 Uhr, Hanappi-Stadion

Rapid Wien – FAC
21.1.2012, 14:00 Uhr, Hanappi-Stadion

Danach bestreitet unsere Mannschaft im Trainingslager in Portugal einige Spiele im Rahmen des Atlantic Cup 2012. Mehr Infos dazu hier: www.theatlanticcup.eu

Auf ein erfolgreiches Jahr 2012! Immer Vorwärts Rapid Wien!

In Gedanken bei André

Am vergangenen Samstag hat sich am Kölner Hauptbahnhof ein tragischer Vorfall mit einem Nürnberger Fan ereignet. Da die Berichte der Presse zum großen Teil Vorurteile und Pauschalisierungen enthalten haben wir einige Stellungnahmen gesammelt:

http://bda.blogsport.de/2011/11/21/in-gedanken-bei-dir/
http://www.fcn.de/news/artikel/zu-sachlichkeit-zurueckkehren/
http://yabasta.blogsport.de/2011/11/20/niederlage-auf-schalke/
http://www.rot-schwarze-hilfe.de/index.php?option=com_content&view=article&id=242:diffamierende-berichterstattung&catid=45:info&Itemid=53

No surrender André! Nürnberg & Wien

Neues von UWS!

Rapidler,

seit unserem letzten Update ist einiges an Zeit vergangen. Das heißt aber nicht, dass nichts passiert ist und wir untätig gewesen wären. Wie Ihr alle wisst, haben die aktiven Gruppen des Block West und der Ostkurve begonnen, den Support für den SK Rapid langsam wieder aufzunehmen. Die Umstände bewirken aber, dass diese unsere Unterstützung noch lange nicht das Ausmaß und die Intensität der Zeit vor den Vorfällen des 22.05.2011 erreicht hat. Das sportliche Tief, der nach wie vor repressive Druck auf die Fanszene und die tristen Zukunftsaussichten tragen hier Ihr Übriges dazu bei. Einige Ungereimtheiten seitens des SK Rapid betreffend Hausverboten kommen hinzu.
Trotzdem werden wir in Zukunft noch aktiver werden, denn das zeichnet die Fanszene von Rapid seit jeher aus, denn: “… hat man sein Leben Rapid vermacht, gibt man nicht auf und kämpft Tag und Nacht!”

Hinter den Kulissen tut sich wie gesagt einiges rund um den angeblichen Landfriedensbruch und die leider fast schon 100 (!) Stadionverbote. Wie bekannt gab es einige Wochen nach dem Derby bei fünf Fans Hausdurchsuchungen, gegen die allesamt Beschwerde erhoben wurde. Bis jetzt wurde erst eine Beschwerde bearbeitet. Diese war, man glaubt es kaum, rechtens, auch weil sie einen Forenbetreiber betraf. Die Justiz erhoffte sich nämlich hier einen Beweis für die Planung des Spielabbruchs zu finden. Die anderen Beschwerden wurden bis dato noch nicht bearbeitet. Grundsätzlich hat uns unser Anwalt darüber informiert, dass derzeit ein Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch gegen jene fünf Hausdurchsuchungsopfer läuft.

Von der Hysterie zu Saisonbeginn angesteckt, haben Behörden und Verein eine schnelle Lösung gesucht. Diese bestand darin, dass die Polizei mittels Videoanalyse Personen ausforschte, die am Spielfeld waren. Deren Daten wurden der Bundesliga, anfangs samt Fotos, übermittelt. Immer mit dem Hinweis, dass gegen diese Personen ermittelt werde. Die Liga leitete daraufhin Verfahren ein, und das reichte leider sogar aus, um sofortige Hausverbote von Rapid zu erwirken. Bevor die Liga überhaupt darüber entschieden hatte, ob es nun zu Stadionverboten kommt oder nicht.

Da laut unserem Anwalt derzeit keine Ermittlungen wegen ‘Landfriedensbruch’ stattfinden (man will anscheinend den Westbahnhofprozess abwarten), stellt sich die Frage, wer hier nun weshalb und mit welchem Recht Personen ausforscht und deren Daten weiter gibt. Seitens der Polizei ist unseres Wissens nach in diesem Fall Hr. RI Herbst zuständig. Herr Herbst dürfte leider relativ unvorsichtig und offensichtlich nach Lust und Laune Namen und Daten weitergeben. Bei der Polizei glaubt man mittlerweile vermutlich, die Weitergabe von Daten alleine reiche schon für ein Stadionverbot aus. Die Liga ging nach einigen Willkürfällen (Personen waren gar nicht im Stadion) immerhin dazu über, die betroffenen Personen aufzufordern, ihren angeblichen Akt bei der Polizei einzusehen. Das dürfte eigentlich kein Problem darstellen, darf die Weitergabe der Daten an die Liga doch nur im Falle eines laufenden Ermittlungsverfahrens (zu dem auch ein Akt vorliegen muss) stattfinden. Die darin enthaltenen, angeblich ausreichenden Beweise für ein Stadionverbot sollten die Betroffenen dann der Liga melden.
Die Polizei ist sich nach Rückfrage allerdings nicht ganz sicher, wo man den Akt einsehen kann, und auch nicht, ob man ihn überhaupt einsehen kann. Die Auskünfte lauten entweder schlicht “geht nicht”, oder “vielleicht bei Hrn. Herbst” bzw. “nur beim Staatsanwalt”. Selbst unser Anwalt hat den Akt bis dato nicht bekommen, da er angeblich ‘verborgt’ sei. Interessant, fragt sich nur, wie es ein einzelner Fan und Bürger bewerkstelligen soll von seinem Recht Gebrauch zu machen, wenn nicht einmal ein Anwalt den Akt zu sehen bekommt.
Ein weiteres Kuriosum ist, dass eine Ermittlung wegen Landfriedensbruchs an sich noch kein Stadionverbot rechtfertigt. Das Betreten des Spielfeldes wäre ein Grund. Es bekamen und bekommen aber etliche Leute nur aufgrund der Datenübermittlung Stadionverbot, obwohl die Polizei keine Beweise für ein Betreten des Spielfeldes mehr vorlegt.

Irritierend ist auch die Information unseres Anwaltes, dass eigentlich nur gegen genau fünf Personen ermittelt wird. Wie kommt es dann also zu den Briefen der Polizei an die Liga, wonach gegen jeden der bisher knapp 100 Personen wegen Landfriedensbruch ermittelt wird?
Eine weitere Frage ist, wie man mit Stadionverboten umgeht, nachdem (angebliche) Ermittlungen gegen Einzelne wieder eingestellt werden (und die Ermittlung ja anscheinend den einzige Grund für das Stadionverbot darstellt)? Was die Lage noch dubioser erscheinen lässt ist, dass derzeit sogar im BMI geprüft wird, ob die Datenweitergabe überhaupt rechtlich gedeckt war/ist. Was, wenn hier aus Panik einfach vorschnell gehandelt wurde?

Wie man sieht, wird die Causa rechtlich immer unklarer. Speziell deshalb möchten wir uns nochmals bei all unseren Spendern bedanken! Ohne euch könnten wir uns den hier unbedingt nötigen Rechtsbeistand nicht leisten. Vermutlich wurde bzw. wird auch darauf spekuliert, dass wir uns gegen diese offensichtliche Willkür nicht wehren können. Und wie wir das tun!

Bleibt am Ball, in Kürze gibt es die ersten Entscheidungen, wir werden Euch informieren!

UNITED WE STAND !